Inbetriebnahme der MPT Hull (EBS-Aufbereitung vor Gasifizierung) durch Sutco UK im Herbst 2017.

Im November 2016 begann der international erfahrene Anlagenbauer Sutco UK (Teil der LM-GROUP) im Rahmen seines Auftrages zur Planung, Konstruktion und Fertigung einer MPT-Anlage, mit dem Bau der neuen mechanischen Vorbehandlungsanlage und des Brennstofffördersystems in Hull (Großbritannien).

Die MPT-Anlage bereitet Ersatzbrennstoffe aus Haushalts- und gewerblichen Siedlungsabfällen zu hochwertigen Brennstoffen auf, die anschließend zur Gasifizierung in die technisch auf dem neuesten Stand befindliche Anlage geliefert werden. Betreiber und Besitzer der Anlage zur Gasifizierung ist das neu gegründete Unternehmen Energy Works (Hull) Ltd. Die Anlage ist so konzipiert, dass ein einziger Wirbelschichtvergaser einen Kessel und einen Dampfturbinengenerator mit Speisung, Lagerung und zugehöriger Anlage vor Ort versorgt.


Energy Works (Hull) Ltd. hat den Umwelttechnikspezialisten M+W Group als EPC-Contractor ausgewählt, der wiederum mit dem in Hull ansässigen technischen Spezialisten, der Spencer Group als Bauunternehmen und Sutco UK als Anlagenbauer zusammenarbeitet, um so den Einsatzstoff für die Vergasungstechnologie zu liefern, die 25 MWe (Megawatt elektrisch) für das lokale Netz produzieren soll.
Nach erfolgreicher Inbetriebnahme von bereits zwei EBS-Produktionsanlagen in Birmingham und Rugby, befand man Sutco UK als idealen Partner, da das Unternehmen die Lieferung eines Rohstoffes von höchster Qualität sicherstellt.


Das Konzept der mechanischen Vorbehandlungsanlage basiert auf der fortlaufenden Produktion hochqualitativen Brennstoffs in einer kompakten, flexibel ausgelegten Anlage, die in den nächsten 25 Jahren stündlich bis zu 120 Tonnen vorbehandelte Ersatzbrennstoffe zu Brennstoff verarbeiten wird. Sobald die Anlage voll einsatzfähig ist, verarbeitet sie etwa 240.000 Tonnen Abfall pro Jahr, aus dem sich durch den nachfolgenden Gasifizierungsprozess 25 MW Strom für 43.000 Haushalte gewinnen lässt.
Zur Verarbeitung werden die vorbehandelte Ersatzbrennstoffe auf dem Empfangsboden des Gebäudes abgeladen. Das Material wird durch verschiedene Zerkleinerungs- und Siebtechniken auf drei parallel arbeitenden Linien auf die richtige Größe gebracht. Überband-Magnete und Wirbelstromabscheider gewinnen dabei wertvolle Eisen und Nichteisenmetalle aus dem Prozess zurück. Anschließend trennt ein Windsichter das schwerere, nicht brennbare Material vom leichten, brennbaren Material. Die mit der Schwerfraktion separierten brennbaren Stoffe werden mittels NIR-Technologie zurückgewonnen und in die Brennstoffleitung geführt. Nach einer abschließenden Zerkleinerung und Metallabscheidung wird der nun qualitativ hochwertige Brennstoff in den Treibstoffbunker überführt.


Im Lagerbunker transportiert ein automatisiertes Greiferkransystem den Brennstoff über ein Förderband zur Vergasungsanlage. Die Beschickung des Vergasers erfolgt über rotierende Schnecken, die an vier verschiedenen Stellen platziert sind. Da die Beschickung vollautomatisch erfolgt, können einzelne oder auch mehrere Beschickungslinien 24 Stunden am Tag an 7 Tagen in der Woche eingesetzt werden. Die Konstruktion des Brennstofftransportsystems umfasst auch eine LKW-Beladestation, mit der sich der Brennstoff immer dann umlenken lässt, wenn der Vergaser zwecks Wartung abgeschaltet werden muss.

Sutco UK wird im Herbst 2017 mit der Inbetriebnahme der EBS-Beschickung beginnen.

zum News-Archiv