Sutco UK: Baubeginn MPT-Anlage in Großbritannien.

Der international erfolgreiche Anlagenbauer und Recyclingspezialist Sutco UK (Teil der LM-GROUP) hat den Auftrag zur Konstruktion, Herstellung und zum Bau einer neuen mechanischen Vorbehandlungsanlage (MPT) sowie eines Brennstoff-Fördersystems in Hull, Großbritannien, erhalten.

Die Anlage wird mit EBS von Anlagen zur Aufbereitung von Gemeinde-, Gewerbe- und Industrieabfällen betrieben. Der hochqualitative Brennstoff aus der mechanischen Vorbehandlungsanlage wird an die technisch hochmoderne Vergasungsanlage des neugegründeten Unternehmens Energy Works Ltd. in Hull geliefert. Energy Works Ltd. ist sowohl Besitzer als auch Betreiber dieser, mit einem Wirbelschichtvergaser ausgestatteten Anlage. Der Vergaser beschickt den Kessel und Dampfturbinen-Generator einer Einsatzstoffaufbereitung, ein Einsatzstofflager und die dazugehörige Anlage – alles an einem Standort.

Die Energy Works Ltd. entschied sich für den Umwelttechnik-Spezialisten M+W Group als EPC-Auftragnehmer. Der in Hull ansässige technische Spezialist Spencer Group fungiert als Bauunternehmer und Sutco UK als Anlagenbauer für mechanische Aufbereitung, um den Einsatzstoff für die Vergasungstechnik zu liefern, die 25 MWel für das lokale Netz erzeugt. Sutco UK galt seit der erfolgreichen Inbetriebnahme von zwei EBS-Produktionsanalgen in Birmingham und Rugby innerhalb der letzten zwei Jahre als idealer Partner für dieses Projekt, da er die Lieferung eines Einsatzstoffes mit höchster Qualität sicherstellen kann. Das Konzept der mechanischen Vorbehandlungsanlage basiert auf der fortlaufenden Produktion hochqualitativen Brennstoffs in einer kompakten und flexibel ausgelegten Anlage. Diese soll in den nächsten 25 Jahren stündlich bis zu 120 Tonnen vorbehandelten EBS zu Brennstoff verarbeiten.

Sobald die Anlage voll einsatzfähig ist, verarbeitet sie etwa 240.000 Tonnen Abfall pro Jahr. Durch den beschriebenen Vergasungsprozess lassen sich 25 MWel Elektrizität für 43.000 Eigenheime gewinnen.

Zur Verarbeitung wird der vorbehandelte EBS auf dem Empfangsboden des Gebäudes abgeladen. Durch verschiedene Zerkleinerungs- und Siebtechniken, in drei parallelen Linien, wird das Material auf die richtige Größe gebracht. Überbandmagnete und Wirbelstromabscheider gewinnen dabei wertvolle Eisen- und Nichteisenmetalle aus dem Prozess zurück. Das restliche schwere und nicht brennbare Material wird mittels Windsichter von den leichten und brennbaren Stoffen getrennt. Das brennbare Material, das mit der Schwerfraktion gesammelt wurde, wird über NIR-Technik separiert und zur Brennstofflinie geschickt. Nach Zerkleinerung und Metalltrennung erfolgt der Transport des hochqualitativen Brennstoffs zum Brennstoffbunker.

Im Gebäude des Lagerbunkers transportiert ein automatisiertes Greiferkransystem den Brennstoff über ein Fördersystem zur Vergasungsanlage. Der Vergaser wird über drehbare Schnecken beschickt, die sich an vier verschiedenen Stellen befinden. Die vollautomatischen Beschickungslinien können 24 Stunden täglich an 7 Tagen die Woche eingesetzt werden. Das Brennstofftransportsystem sieht eine LKW-Beladestation vor, mit der sich der Brennstoff immer dann umlenken lässt, wenn der Vergaser zwecks Wartung abgeschaltet ist. Baubeginn der Anlage war im November 2016. Im Herbst 2017 soll die Anlage fertiggestellt werfen und und dann ihren vollen Betrieb aufnehmen.

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